Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10-18 Uhr
Mittwochs von 10-21 Uhr

Dauerausstellung: Eintritt frei
Sonderausstellung: 2 €,
ermäßigt 1 €

Adresse

Hotel Silber
Dorotheenstraße 10
70173 Stuttgart

 

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10-18 Uhr
Mittwochs von 10-21 Uhr

Dauerausstellung: Eintritt frei
Sonderausstellung: 2 €,
ermäßigt 1 €

Adresse

Hotel Silber
Dorotheenstraße 10
70173 Stuttgart

Eine Ausstellung zu Polizei, Gestapo und Verfolgung

Über das Hotel Silber

Das „Hotel Silber“ in Stuttgart wurde mehr als ein halbes Jahrhundert von der Polizei genutzt und war Zentrale der Gestapo für Württemberg und Hohenzollern. In dem einstigen Ort des NS-Terrors entstand als Bürgerbeteiligungsprojekt ein Ort des historisch-politischen Lernens und der Begegnung. Die Ausstellung und verschiedene Veranstaltungen beschäftigen sich mit Täter*innen und ihren Opfern, mit der Institution Polizei und ihrer Rolle in drei politischen Systemen.

Die Dauerausstellung im „Hotel Silber“ setzt sich mit der Geschichte der Polizei in dem Gebäude auseinander. Sie zeigt Kontinuitäten und Brüche in ihrem Umgang mit Minderheiten und in der Strafverfolgung, aber auch das Selbstverständnis der Polizist*innen in Demokratie und Diktatur. Warum funktionierte der Übergang von der Weimarer Republik in die NS-Herrschaft nahezu reibungslos? Wer wurde während des Zweiten Weltkriegs aus dem „Hotel Silber“ in besetzte Gebiete geschickt und war dort für Massenmorde verantwortlich? Welche Personengruppen blieben nach 1945 im Visier der Polizei? Originalobjekte sowie Dokumente, Bilder und Medien vermitteln ein differenziertes Bild von den Täter*innen und zeigen, welche Folgen ihr Handeln für die Opfer hatte.

Träger der Einrichtung ist das Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Programmpartner sind die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., die Landeshauptstadt Stuttgart, die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg. Finanziert wird sie vom Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.

© Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Daniel Stauch
© Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Daniel Stauch
© Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Daniel Stauch
© Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Daniel Stauch
© Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Daniel Stauch
© Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Daniel Stauch

Service und Kontakt

Öffnungszeiten 

Dienstag bis Sonntag und Feiertage 10 bis 18 Uhr
Mittwoch bis 21 Uhr
Sonderöffnungszeiten: Silvester 10 bis 14 Uhr, Neujahr 12 bis 18 Uhr
Geschlossen an Karfreitag sowie am 24. und 25. Dezember

Daueraustellung: Eintritt frei
Sonderausstellung: Eintritt 2 €, ermäßigt 1 €


Audio-Guide

Deutsch, Englisch und Französisch; Leihgebühr 2 €
Der Audio-Guide kann als WebApp auch mit einem eigenen mobilen Endgerät aufgerufen werden.


Barrierefreiheit

  • Barrierefreier Eingang zum Gebäude in der Else-Josenhans-Straße. Bitte läuten Sie. Die Klingel befindet sich links und ist mit „Hotel Silber. Informationen und Kasse“ beschriftet. Danach öffnet Ihnen eine Aufsichtskraft. Bewegungsfreiheit (157cm x 270cm).
  • Aufzug zu allen Ebenen ist vorhanden.
  • Barrierefreie Toilette im Untergeschoss.
  • In der Dorotheenstraße vor dem Gebäude befinden sich zwei städtische Parkplätze für Menschen mit Behinderung.

Wenn Sie Bedarf an Barrierefreiheit haben, kontaktieren Sie uns und wir finden gemeinsam eine Lösung.

Öffentliche Verkehrsmittel

Haltestelle Charlottenplatz:
U1 / 2 / 4-7 / 9 / 12 / 14 / 15
Bus 42 – 44
Fahrplanauskunft des VVS​​​​​​​

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  • Format (Führung oder Workshop)
  • Titel (ggf. Schwerpunkt)
  • Dauer (60 oder 90 Minuten)
  • Datum und Uhrzeit
  • Name und Kontaktdaten
  • Voraussichtliche Personenzahl
  • Bei Jugendlichen: Alter der Gruppe
© Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Daniel Stauch

Veranstaltungen

Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer vertrat bereits in den 1960er Jahren die Ansicht, dass sich jede*r, der bzw. die in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager tätig war, der Beihilfe zum Mord schuldig gemacht hatte – auch, wenn ein so genannter „Einzeltatnachweis“ nicht erbracht werden konnte. Doch erst in den beginnenden 2010er Jahren etablierte sich Bauers Ansatz als neues Prinzip der Rechtsauffassung in Deutschland.

Der Dokumentarfilm „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“ (2022, Regie: Sabine Lamby, Cornelia Partmann und Isabel Gathof, Laufzeit: 98 Minuten) verfolgt die jüngsten NS-Prozesse zum KZ Stutthof und begleitet Personen, die im Vorfeld und Verlauf der Prozesse beteiligt waren: Von der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg, die die Vorermittlungen führte, über die Rechtsanwälte Christoph Rückel und Stefan Lode, bis hin zu einigen der über 30 KZ-Überlebenden, die von Rückel und Lode in der Nebenklage juristisch vertreten wurden. Mit bewegenden und aufrüttelnden Zeitzeugenberichten der Überlebenden entfaltet der Film eine faszinierende Geschichte darüber, wie die Gerechtigkeit ihren Weg in die deutschen Gerichte fand. Außerdem veranschaulicht er die wegbereitende Bedeutung der heutigen Urteile als Mahnung für die Zukunft.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet nach einer kurzen Pause ein Podiumsgespräch zu den Fragen des Films statt: Warum hat erst 70 Jahre nach den Verbrechen und rund 50 Jahre nach Fritz Bauer ein Umdenken in der Justiz stattgefunden? Warum werden heute noch über 90-Jährige wegen NS-Verbrechen vor Gericht gestellt? Und warum sind und waren diese Prozesse wichtig – auch für die Zukunft? Das Gespräch zwischen Thomas Will (Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg) und Dr. Stefan Lode (Nebenklagevertreter in Prozessen gegen NS-Täter*innen) wird von Gigi Deppe (Leiterin der ARD-Rechtsredaktion/Hörfunk) moderiert.

Für die Filmvorführung sind Erfrischungen an einer Getränke-Bar erhältlich.

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de

Die Gestapo war an nahezu allen nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt: Misshandlungen, Deportationen, Verfolgung, Ermordung zahlreicher Menschen in den Konzentrationslagern. Nur wenige Mitarbeiter*innen mussten sich vor Gericht verantworten.

Die Sonderausstellung beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter*innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll?

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Kosten: 4 € (zzgl. Eintritt)

Wir bitten um Anmeldung bis zum 8. Februar unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Am 15. Februar 1933 beendeten die vier jungen Kommunisten Wilhelm Bräuninger, Alfred Däuble, Hermann Medinger und Eduard Weinzierl die Übertragung der Wahlkampfrede Adolf Hitlers in Stuttgart vorzeitig durch einen beherzten Hieb mit dem Beil. Diese Tat ging als „Stuttgarter Kabelattentat“ in die Geschichte ein. Zum 91. Jahrestag führen Gudrun Greth und Ebbe Kögel zu den Schauplätzen in Stuttgart-Ost. Sie begeben sich auf die Spuren der vier mutigen Männer und ihres kommunistischen Umfelds. Der Rundgang endet in der Werderstraße, wo sich das „Kabelattentat“ in unmittelbarer Nähe der Stadthalle ereignete. Heute stehen dort die Gebäude des SWR.

Dauer: ca. 2,5 Stunden
Treffpunkt um 14:30 Uhr am Parkplatz des Zeppelin-Gymnasiums in der Neckarstraße 149 (U-Bahn-Haltestelle Stöckach)

Veranstalterin: Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V.

Die Teilnahme an dem Rundgang ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter anmeldung@hotel-silber.de.

Vor fast 80 Jahren – im Mai 1944 – wurde die Widerstandskämpferin Olga Bancic im nördlichen Lichthof des alten Justizgebäudes in der Urbanstraße in Stuttgart hingerichtet. Ihr Name steht auf den Gedenkstelen vor dem Landgericht Stuttgart, die Teil der Ausstellung „NS-Justiz in Stuttgart“ sind. Olga Bancic gehörte der Widerstandsgruppe Manouchian an. 22 Mitglieder dieser Widerstandsgruppe wurden am 21. Februar 1944 in Paris hingerichtet.

Am 80. Jahrestag seiner Hinrichtung wird der Kopf der Widerstandsgruppe, der armenische Dichter Missak Manouchian, als erster ausländischer Widerstandskämpfer ins Pariser Panthéon aufgenommen. Es ist die größte Ehrung, die Frankreich zu vergeben hat – und sie wird als Anerkennung der Rolle kommunistischer und ausländischer Partisanen in der Résistance gesehen. In Stuttgart findet anlässlich der Ehrung in Frankreich eine Gedenkveranstaltung für die 1912 in Chiᶊinǎu in der heutigen Republik Moldau geborene Olga Bancic statt (Chiᶊinǎu gehörte zunächst zu Russland, dann zu Rumänien). An den Stelen vor dem Landgericht Stuttgart in der Urbanstraße 20 sprechen:

Veronika Kienzle, ehrenamtliche Bezirksvorsteherin in Stuttgart-Mitte
Elke Banabak, Geschäftsführerin der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber
Hans-Peter Rumler, Präsident des Landgerichts Stuttgart
Gaël De Maisonneuve, Generalkonsul der Französischen Republik in Stuttgart
Vlad Vasiliu, Generalkonsul von Rumänien in Stuttgart
Eugen Friesen, Honorarkonsul der Republik Moldau in Stuttgart

Dr. Mascha Riepl-Schmidt und Francoise Rudisile lesen den Abschiedbrief, den Olga Bancic kurz vor ihrer Hinrichtung an ihre Tochter schrieb, auf Deutsch und Französisch. Wilma Heuken begleitet die Veranstaltung mit dem Akkordeon und Gesang.

Im Anschluss an das Gedenken im öffentlichen Raum gibt es um 18:30 Uhr einen kleinen Empfang im Foyer des „Hotel Silber“. Um 19 Uhr hält die Journalistin Dr. Florence Hervé einen vertiefenden Vortrag mit dem Titel „Olga Bancic: Eine Migrantin in der Geheimarmee der Résistance – Zum transnationalen Widerstand von Frauen in Frankreich“.

Veranstalter*innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V., Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V.

Mit Unterstützung des Bezirksbeirats Mitte der Landeshauptstadt Stuttgart.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung vor dem Landgericht Stuttgart gibt es im Foyer des „Hotel Silber“ einen kleinen Empfang. Es wird das Musikvideo „L'affiche rouge“ der französischen Band „Feu! Chatterton“ gezeigt (Regie: Sacha Teboul).

Um 19 Uhr hält die Journalistin Dr. Florence Hervé einen vertiefenden Vortrag über die in Chiᶊinǎu in der heutigen Republik Moldau geborene Widerstandskämpferin Olga Bancic. Sie gehörte der Widerstandsgruppe Manouchian an, die am 21. Februar 2024 in Paris geehrt wird.

Veranstalter*innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V., Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V.

Mit Unterstützung des Bezirksbeirats Mitte der Landeshauptstadt Stuttgart.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de

Die Gestapo war an nahezu allen nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt: Misshandlungen, Deportationen, Verfolgung, Ermordung zahlreicher Menschen in den Konzentrationslagern. Nur wenige Mitarbeiter*innen mussten sich vor Gericht verantworten.

Die Sonderausstellung beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter*innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll?

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Kosten: 4 € (zzgl. Eintritt)

Wir bitten um Anmeldung bis zum 22. Februar unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Die Stuttgarter Fotografen Kai Loges und Andreas Langen (die arge lola) stellen ihr Projekt über NS-Zwangsarbeit vor. Über ein Jahr fotografierten sie im Stadtgebiet Stuttgart jene Orte, an denen Zwangsarbeiter*innen untergebracht waren. Darunter idyllische Schrebergärten, an deren Stelle vor 80 Jahren Barackenlanger standen, Schul- und Industriebauten, Hotels und Gaststätten sowie Orte, die unmittelbare Spuren der historischen Ereignisse tragen: unterirdische Stollen auf dem Gelände einer heutigen Jugendfarm oder Bombenkrater direkt neben den Splitterschutz-Gräben, in denen die Zwangsarbeiter*innen starben.

Die Fotografen setzen ihr Projekt noch mindestens bis Ende des Jahres 2024 fort. Der Bildfundus soll fortlaufend ergänzt werden – abhängig von den Ergebnissen der Forschenden in den Ortsteilen und der beteiligten Wissenschaftler*innen. Die Summe der Bilder soll einen fotografischen Index ergeben, der vor allem veranschaulicht, wie umfassend das System der NS-Zwangsarbeit alle Bereiche des öffentlichen Lebens in Stuttgart durchdrungen hat.

Veranstalter*innen: Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. / AG Zwangsarbeit in Kooperation mit der Koordinierungsstelle Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Stuttgart

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter anmeldung@hotel-silber.de.

Im Residenzschloss Rastatt wurden zwischen 1946 und 1949 über 200 Prozesse vor allem gegen das Personal der NS-Konzentrationslager auf dem Gebiet der französischen Besatzungszone geführt. Diese Prozesse gehören zu den größten alliierten Kriegsverbrecherprozessen der Nachkriegszeit – und doch war lange Zeit wenig über sie bekannt. Das gesammelte Beweismaterial und die Verfahrensunterlagen unterlagen einer langen Sperrfrist. Erst seit den 2010er Jahren sind große Teile dieses Materials einsehbar.

2020 wurde zum ersten Mal eine filmische Aufarbeitung der Rastatter Prozesse in Auftrag gegeben. Die Koproduktion des SWR zusammen mit Moving Story Productions, SR und Arte wurde während der Corona-Lockdowns gedreht und 2021 erstausgestrahlt. Drehbuchautorin und Regisseurin Judith Voelker ist auf historische Stoffe spezialisiert. In aufwändigen Spielszenen, die am Originalschauplatz im Rastatter Schloss gedreht wurden, zeigt ihr Film „Die Rastatter Prozesse: Kriegsverbrecher vor Gericht“ exemplarisch ausgewählte Prozesse und die daran Beteiligten wie den französischen Staatsanwalt Joseph Granier, die junge deutsche Pflichtverteidigerin Helga Kloninger oder den Journalisten Theo Kemper, der über die Verhandlungen berichtete. Im Film zu sehen ist auch weitgehend unbekanntes historisches Foto- und Filmmaterial, das einen Einblick in die unmittelbare Nachkriegszeit gibt. Historiker*innen ordnen das Geschehen im Gerichtssaal ein.

Im von Astrid Beyer (Haus des Dokumentarfilms) moderierten Gespräch wird die Regisseurin Judith Voelker Ausschnitte aus dem Film einordnen und für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung stehen.

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Haus des Dokumentarfilms – Europäisches Medienforum Stuttgart e. V. und Bundesarchiv Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte Rastatt

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Die Gestapo war an nahezu allen nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt: Misshandlungen, Deportationen, Verfolgung, Ermordung zahlreicher Menschen in den Konzentrationslagern. Nur wenige Mitarbeiter*innen mussten sich vor Gericht verantworten.

Die Sonderausstellung beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter*innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll?

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Kosten: 4 € (zzgl. Eintritt)

Wir bitten um Anmeldung bis zum 7. März unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Sie kamen aus mehr als zwanzig europäischen Ländern: aus dem faschistischen Deutschland, aus besetzten und nicht besetzten Regionen. Und sie widersetzten sich der Terrorherrschaft des deutschen Faschismus und dem Krieg. Sie beteiligten sich an den Aktionen des antifaschistischen Widerstands, entwickelten besondere Formen der Résistance und waren selbst mit den Waffen im Einsatz. Sie kämpften für die Werte der Freiheit, des Friedens, der Menschenwürde und der Solidarität, riskierten ihr Leben und trugen zur Befreiung vom Nationalsozialismus bei. Dabei befreiten sich viele der Frauen von traditionellen Geschlechterrollen. Sie machen Mut für das heutige Auftreten gegen Neofaschismus, Rechtspopulismus, Rassismus, Sexismus und Krieg.

In ihrem Vortrag erinnert Dr. Florence Hervé, Herausgeberin von „Mit Mut und List“ (2023) und „Ihr wisst nicht, wo mein Mut endet“ (2024), an den oft unsichtbaren Frauenwiderstand in Europa. Sie stellt einige dieser couragierten Widerstandskämpferinnen vor.

Veranstalterin: Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter anmeldung@hotel-silber.de.

In der „Langen Nacht der Museen“ hat das „Hotel Silber“ bis 1 Uhr geöffnet und bietet ein vielfältiges Programm mit Musik, Führungen und True Crime.

18-1 Uhr Musik von DJ VNY

Der Stuttgarter DJ VNY verwandelt das Foyer im „Hotel Silber“ in eine atmosphärische Lounge. Zwischen 20:30 Uhr und 22:30 Uhr legt er passend zur Sonderausstellung ausgewählte Songs zu Recht und Gerechtigkeit auf.

18-1 Uhr Getränkebewirtung durch Laura und ihr Team vom Kings Club

Die Inhaberin des Kings Club, Laura Halding-Hoppenheit, sorgt mit ihrem Team für Getränke im Foyer.

18-0 Uhr Kurzführungen durch die Sonderausstellung „Gestapo vor Gericht. Die Verfolgung von NS-Verbreche(r)n“

In Kurzführungen geben Guides Einblicke in die Themen der Sonderausstellung: Wer hatte ein Interesse an der strafrechtlichen Verfolgung von NS-Verbrechen? Welche Verbrechen wurden aufgeklärt, welche nicht? Was bleibt am Ende von den Ermittlungen und Prozessen?

20-23 Uhr Kurzführungen durch die Dauerausstellung

In der Dauerausstellung präsentieren Guides die zentralen Geschichten und Objekte zu Polizei, Gestapo und Verfolgung.

18:30 und 19:30 Uhr Swing und Groove

An dem Ort, von dem aus Liebhaber*innen der Swingmusik in der NS-Zeit verfolgt wurden, spielt der „Arbeitskreis Jazz“ des Evangelischen Mörike umso lauter und verdeutlicht damit: heute ist das „Hotel Silber“ ein Ort der Toleranz, der Vielfalt und des Dialogs.

20:30, 21:30 und 22:30 Uhr „Die Mörder sind unter uns“ – True Crime im „Hotel Silber“

Sie haben Menschen misshandelt, in den Tod geschickt, ermordet. Dennoch wurden viele gar nicht erst angeklagt, vorzeitig aus der Haft entlassen oder lebten lange Zeit unbehelligt unter uns: Mitarbeitende der württembergischen Gestapo. Im Live-Podcast diskutiert Josephine Hochbruck jeweils anhand eines spannenden Falls aus dem „Hotel Silber“ mit den Kurator*innen der Sonderausstellung über den langen Kampf der rechtlichen Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo.

18-1 Uhr Das „Campo della Pace“ in Sant´Anna di Stazzema und Stuttgart

Im Seminarraum wird das Friedenscamp mit deutschen und italienischen Jugendlichen vorgestellt. Es findet jährlich im toskanischen Bergdorf Sant'Anna di Stazzema und in Stuttgart rund um den Jahrestag des Massakers vom 12. August 1944 statt.

Veranstalter*innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V.

Eintritt mit dem Lange-Nacht-Ticket: 22 €, ermäßigt 16 € für alle teilnehmenden Museen

Nirgends im Stuttgarter Rathaus wird auf die Zerstörung der kommunalen Demokratie im Frühjahr 1933 unter Regie von Oberbürgermeister Karl Strölin verwiesen. Im ersten Stock zeigt eine Galerie der Ehrenbürger der Stadt die ehemaligen Stuttgarter Oberbürgermeister seit Ende des 19. Jahrhunderts – zwischen Karl Lautenschlager und Arnulf Klett klafft aber eine Lücke. Hatte Stuttgart zwischen 1933 und 1945 keinen Oberbürgermeister?

Auch wird nirgends im Rathaus an die hunderte aus politischen oder rassistischen Gründen entlassenen städtischen Mitarbeiter*innen erinnert. An die jüdische Fürsorgerin Emmy Brüll zum Beispiel, die im Konzentrationslager Ravensbrück ermordet wurde. Oder an ihre Kollegin Emilie Levi, die nach Eschenau zwangsevakuiert wurde, wo sie starb, weil ihr ärztliche Hilfe versagt wurde. Auch wird nirgends im Rathaus an die aus dem Amt getriebenen und teilweise verhafteten Gemeinderäte erinnert, von denen einer, Heinrich Baumann, im Februar 1945 im Konzentrationslager Dachau ermordet wurde.

Der StolperKunst-Film „Die doppelte Lücke“ macht auf diese Leerstelle aufmerksam. Im Juli 2021 hatte er Premiere im Stuttgarter Gemeinderat, stieß dort auf starke Resonanz und wird jetzt erstmals im „Hotel Silber“ gezeigt. Es folgt ein Vortrag von Dr. Roland Müller, dem früheren Leiter des Stadtarchivs Stuttgart, über die Zerstörung der kommunalen Demokratie in Stuttgart im Frühjahr 1933.  

Inzwischen wurde mehrfach der Wille geäußert, die Gedächtnislücke im Rathaus in angemessener Form zu schließen. Wann und wie das geschehen soll, wird in einem sich anschließenden Gespräch mit Vertreter*innen der Koordinierungsstelle Erinnerungskultur, mit Stadträt*innen und Jugendrät*innen erörtert. Es moderiert Harald Stingele von der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber.

Veranstalter*innen: Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. und Projekt StolperKunst in Kooperation mit der Koordinierungsstelle Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Stuttgart

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter anmeldung@hotel-silber.de.

Die Nationalsozialisten erklärten alle Menschen zu Feinden, die aus rassistischen oder weltanschaulichen Gründen kein Teil der vom NS-Regime propagierten „Volksgemeinschaft“ sein sollten. Die Geheime Staatspolizei war zuständig für die Bekämpfung der angeblichen „Volksfeinde“. Die Führung beleuchtet die Aufgaben der Gestapo, das Handeln einzelner Beschäftigter und die tödlichen Folgen der rassistischen Verfolgung.

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Die Führung ist im Rahmen der „Aktionswochen gegen Rassismus Stuttgart“ kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 21. März unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Zwei Tage nach dem internationalen Romani-Tag am 8. April beginnt im „Hotel Silber“ eine neue Veranstaltungsreihe: „Romani Voices – Sinti/Roma/Stimmen“. Im Rahmen der Reihe sind Stimmen aus Baden-Württemberg, dem Rest der Bundesrepublik und ganz Europa aus der großen und zugleich vielfältigen Minderheit der Sinti und Roma zu hören. Sie diskutieren über Geschichte und Gegenwartsfragen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven – miteinander, mit weiteren Expert*innen sowie mit dem Publikum. Den Auftakt macht das europäische Symposium „Resistance!“.

Die Geschichte der Sinti und Roma ist auch eine Geschichte des Widerstands gegen Unrecht – bis heute. Die europäische demokratische Gegenwart ist u.a. vom Kampf der Sinti und Roma um Gleichberechtigung geprägt. Im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, gegen ihre eigene Verfolgung und die Verfolgung anderer Menschen stellten sich in ganz Europa Sinti und Roma der genozidalen Gewaltherrschaft entgegen. Der prominente Romani-Wissenschaftler Dr. Iulius Rostas eröffnet gemeinsam mit weiteren Forscher*innen aus der Minderheit bei diesem Mini-Symposium Einblicke in die europäische Forschung zum Widerstand der Sinti und Roma und fragt nach den „empowernden“ Effekten dieses Wissens. Es moderiert Dr. Tim Müller vom Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg.

Veranstalter*innen: Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., Stadtjugendring Stuttgart, Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter anmeldung@hotel-silber.de.

Die Gestapo war an nahezu allen nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt: Misshandlungen, Deportationen, Verfolgung, Ermordung zahlreicher Menschen in den Konzentrationslagern. Nur wenige Mitarbeiter*innen mussten sich vor Gericht verantworten.

Die Sonderausstellung beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter*innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll?

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Kosten: 4 € (zzgl. Eintritt)

Wir bitten um Anmeldung bis zum 11. April unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

1.040 griechische Geschäftsleute, Arbeiter, Taxifahrer und Studenten wurden am 16. August 1944 ins Deutsche Reich verschleppt. Die zwischen 14 und 60 Jahre alten Männer waren am 7. und 9. August 1944 bei blutigen Razzien von der SS und griechischen kollaborationistischen Sicherheitsbataillonen aufgegriffen und in das im Herbst 1943 eingerichtete Konzentrationslager Chaidari bei Athen gebracht worden. 382 dieser Zwangsarbeiter kamen auf den Nachtjägerflugplatz Hailfingen und von dort auf andere Militärflugplätze. Eine Gruppe von etwa 200 Männern kam in das Untertageprojekt Hecht/Rubin in Geislingen an der Steige. Andere sollten im Raum Mannheim Anlagen der Reichsbahn in Stand halten und reparieren.

Volker Mall berichtet über die bisher unerforschten Schicksale der 1.040 griechischen Zwangsarbeiter. Vier Tagebücher, die entdeckt und ausgewertet wurden, enthalten eine ausführliche Beschreibung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den NS-Projekten. Sie informieren – durch aufwendige Recherchen ergänzt – über die Geschichte der griechischen Zwangsarbeiter, einer nationalen Gruppe, die weitgehend unerforscht ist. Aus den Tagebüchern liest Birgit Kipfer, ehemalige Landtagsabgeordnete und Sprecherin der regionalen Arbeitsgruppe Baden-Württemberg von Gegen Vergessen – Für Demokratie. Die musikalische Umrahmung mit Liedern von Mikis Theodorakis übernehmen Nikos Hatziliades (Bouzouki) und Volker Mall (Gitarre).

Veranstalter*innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V., KZ-Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Mit Zwangsarbeiter*innen aus den besetzten europäischen Ländern wurde im Zweiten Weltkrieg die Kriegswirtschaft aufrechterhalten. Zehntausende schufteten in den Kriegsjahren für Stuttgarter Betriebe. Die Gestapo setzte zusammen mit den Betrieben die Arbeitsdisziplin und die rassenideologisch motivierte Absonderung von der einheimischen Bevölkerung durch.

Stuttgart war im Krieg übersät mit Zwangsarbeitslagern. Viele dieser Lager befanden sich rund um das Daimler-Werk in Untertürkheim, Wangen und Fellbach. Einige Orte, an denen sich Lager befanden, steuern wir an. Wir erfahren dabei einiges über die Zusammenarbeit von Gestapo und Firmenleitung bei der Überwachung der Zwangsarbeiter*innen im Werk. Wir besuchen auch das Mahnmal, das in der Nähe des Mercedes-Benz Museums an die Zwangsarbeit bei Daimler erinnert und dessen Geschichte symptomatisch für den Umgang mit diesem Thema ist.

Die Busfahrt wird begleitet durch Harald Stingele von der AG Zwangsarbeit der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber.

Ablauf: 14.30 Uhr Treffpunkt im Foyer des „Hotel Silber“, anschließend Busfahrt nach Untertürkheim, Wangen und Fellbach, ca. 18:00 Uhr Ankunft in Stuttgart-Mitte

Kosten: 10 €, Schüler*innen/Auszubildende/Studierende 5 €

Veranstalter*innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., Stadtjugendring Stuttgart e. V.

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Wir bitten um Anmeldung unter anmeldung@hotel-silber.de.

Veranstalter*innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., Kooperationsprojekt „Zwischen Unsichtbarkeit, Repression und lesbischer Emanzipation – Frauenliebende* Frauen im deutschen Südwesten (1945-1980er Jahre)“ der Universität Heidelberg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de

Die Gestapo war an nahezu allen nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt: Misshandlungen, Deportationen, Verfolgung, Ermordung zahlreicher Menschen in den Konzentrationslagern. Nur wenige Mitarbeiter*innen mussten sich vor Gericht verantworten.

Die Sonderausstellung beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter*innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll?

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Kosten: 4 € (zzgl. Eintritt)

Wir bitten um Anmeldung bis zum 25. April unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Am „Tag der Befreiung“ widmet sich ein Podiumsgespräch im „Hotel Silber“ dem Stellenwert der Erinnerungskultur. Näheres in Kürze unter https://hotel-silber.de.

Veranstalterin: Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter anmeldung@hotel-silber.de.

Die Gestapo war an nahezu allen nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt: Misshandlungen, Deportationen, Verfolgung, Ermordung zahlreicher Menschen in den Konzentrationslagern. Nur wenige Mitarbeiter*innen mussten sich vor Gericht verantworten.

Die Sonderausstellung beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter*innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll?

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Kosten: 4 € (zzgl. Eintritt)

Wir bitten um Anmeldung bis zum 8. Mai unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Vor ihrer Hinrichtung in Stuttgart 1944 schrieb Olga Bancic einen Abschiedsbrief an ihre Tochter. Ausgehend von diesem Zeugnis beleuchtet der Vortrag von Dr. Sabrina Müller vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg den Widerstand von Bancic gegen die deutsche Besatzung in Paris.

Veranstalter*innen: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., Gegen Vergessen – für Demokratie

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Die Führung ist im Rahmen des „Internationalen Museumstags“ kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 16. Mai unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Die Gestapo war an nahezu allen nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt: Misshandlungen, Deportationen, Verfolgung, Ermordung zahlreicher Menschen in den Konzentrationslagern. Nur wenige Mitarbeiter*innen mussten sich vor Gericht verantworten.

Die Sonderausstellung beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter*innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll?

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Kosten: 4 € (zzgl. Eintritt)

Wir bitten um Anmeldung bis zum 23. Mai unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Die Gestapo war an nahezu allen nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt: Misshandlungen, Deportationen, Verfolgung, Ermordung zahlreicher Menschen in den Konzentrationslagern. Nur wenige Mitarbeiter*innen mussten sich vor Gericht verantworten.

Die Sonderausstellung beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter*innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll?

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Kosten: 4 € (zzgl. Eintritt)

Wir bitten um Anmeldung bis zum 30. Mai unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

Im April diesen Jahres startete im „Hotel Silber“ die Veranstaltungsreihe „Romani Voices – Sinti/Roma/Stimmen“. Im Rahmen der Reihe sind Stimmen aus Baden-Württemberg, dem Rest der Bundesrepublik und ganz Europa aus der großen und zugleich vielfältigen Minderheit der Sinti und Roma zu hören. Sie diskutieren über Geschichte und Gegenwartsfragen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven – miteinander, mit weiteren Expert*innen sowie mit dem Publikum.

Bei der zweiten Veranstaltung der Reihe stehen weibliche Perspektiven aus der Minderheit im Vordergrund. Welche Herausforderungen haben Mädchen und Frauen aus der Minderheit zu bewältigen? Welche Strategien wählen sie selbst? Was sind die Erwartungen, Erfahrungen und Erfolge von Romnija und Sintizze heute? Und wie weit ist der Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft verwirklicht? Die Philosophin und viel gefragte Trainerin und Beraterin Sara Paßquali stellt in ihrem Vortrag das Thema Bildung in den Mittelpunkt und begibt sich im Anschluss ins Gespräch mit der Moderatorin Marta Orsos sowie dem Publikum.

Veranstalter*innen: Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber, Stadtjugendring Stuttgart, Verband deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung unter anmeldung@hotel-silber.de.

Die Gestapo war an nahezu allen nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt: Misshandlungen, Deportationen, Verfolgung, Ermordung zahlreicher Menschen in den Konzentrationslagern. Nur wenige Mitarbeiter*innen mussten sich vor Gericht verantworten.

Die Sonderausstellung beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter*innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll?

Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Kosten: 4 € (zzgl. Eintritt)

Wir bitten um Anmeldung bis zum 20. Juni unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.

© Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Daniel Stauch

Angebote für Schulen und Gruppen

Mit unterschiedlichen pädagogischen Formaten werden der historische Ort, die Dauerausstellung zu Polizei, Gestapo und Verfolgung sowie die Sonderausstellung "Gestapo vor Gericht" erschlossen. Die Angebote für Gruppen richten sich an Jugendliche ab 13 Jahren, Schüler*innen aller Schularten (ab Klasse 9) sowie an Erwachsene.

Gebühren für Gruppen

60 Minuten: 50 €
90 Minuten: 70 €

ab 01.04.2024
60 Minuten: 50 €
90 Minuten: 75 €

Gebühren für Schulklassen (pro Schüler*in)

60 Minuten: 2 € / 1,50 € (Stuttgarter Schulen)*
90 Minuten: 2,50 € / 1,50 € (Stuttgarter Schulen)*

ab 01.04.2024
60 Minuten: 2 € / 1,50 € (Stuttgarter Schulen)*
90 Minuten: 3 € / 1,50 € (Stuttgarter Schulen)*
* Durch eine Vereinbarung mit der Landeshauptstadt bezahlen Stuttgarter Klassen die ermäßigte Gebühr für alle Formate und Längen

 

Dauerausstellung:

 

Überblicksführung: Das „Hotel Silber“ kennenlernen (Dauer: 60 Minuten)
Allgemeiner Rundgang durch das Haus und die Dauerausstellung zur Geschichte der Polizei im „Hotel Silber“ in drei politischen Systemen

Buchungsanfrage Überblicksführung

 

Schwerpunktführungen (Dauer: 90 Minuten)
Bei einer Schwerpunktführung wird ein Bereich der Ausstellung bzw. des Erinnerungsorts ausführlicher behandelt. Bitte geben Sie bei der Buchung den gewünschten Bereich an.

  • Polizei und die Errichtung der NS-Diktatur
  • Ausgrenzung aus der „Volksgemeinschaft“
  • Völkermord
  • Kontinuitäten der Verfolgung nach 1945?
  • Streit um die Erinnerung

Buchungsanfrage Schwerpunktführung

 

 

Kombiführung „Hotel Silber“ und Stauffenberg-Erinnerungsstätte: Widerstand und Verfolgung (Dauer: 90 Minuten)
Das Museumsgespräch in der Ausstellung der Stauffenberg-Erinnerungsstätte wird verbunden mit einem Besuch im Erinnerungsort Hotel Silber, der ehemaligen Zentrale der Gestapo für Württemberg und Hohenzollern, in dem auch Eugen Bolz verhört wurde, der dem Netzwerk des 20. Juli 1944 zugerechnet wurde.

Buchungsanfrage Kombiführung „Hotel Silber“ und Stauffenberg-Erinnerungsstätte

 

Sonderausstellung:

 

Überblicksführung: Gestapo vor Gericht. Die Verfolgung von NS-Verbreche(r)n (Dauer: 60 Minuten)
Ein dialogorientierter Rundgang durch die Sonderausstellung

Buchungsanfrage Überblicksführung

 

Kombiführung durch Dauer- und Sonderausstellung: Die NS-Verbrechen und ihre Verfolgung nach 1945 (Dauer: 90 Minuten)
Die Führung nimmt in der Dauerausstellung das Handeln der Geheimen Staatspolizei in den Blick und beleuchtet in der Sonderausstellung den strafrechtlichen Umgang mit den NS-Verbrechen.

Buchungsanfrage Kombiführung durch Dauer- und Sonderausstellung

 

Geschichten hinter den Objekten: Interaktive Führung für Schulklassen (Dauer: 90 Minuten)
Schüler*innen gehen auf Spurensuche am historischen Ort „Hotel Silber“: In Kleingruppen beschäftigen sie sich eigenständig mit Objekten und Themen der Ausstellung und präsentieren ihre Kenntnisse in einer gemeinsam gestalteten Führung.

Buchungsanfrage "Geschichten hinter den Objekten"

 

 

Dauer: 120 Minuten

Gebühren (pro Schüler*in)
3,50 € / 1,50 € (Stuttgarter Schulen)*

ab 01.04.2024
4 € / 1,50 € (Stuttgarter Schulen)*

* Durch eine Vereinbarung mit der Landeshauptstadt bezahlen Stuttgarter Klassen die ermäßigte Gebühr für alle Formate und Längen

 

Dauerausstellung:

 

Gestapo und Judenmord (Sek I niveaudifferenziert G/M/E und Sek II, Dauer: 120 Minuten)
Zu diesem Workshop haben wir ein Lehr- und Lernheft mit Materialien, u. a. zur schulischen Vor- und Nachbereitung entwickelt.

Verfolgung von Widerstand (Sek I niveaudifferenziert G/M/E und Sek II, Dauer: 120 Minuten)

Ausgrenzung und Verfolgung am Beispiel der Gestapo-Zentrale in Stuttgart (Dauer: 120 Minuten)
Zu diesem Workshop gibt es vom Kompetenzzentrum Geschichtliche Landeskunde erarbeitetes Material zur schulischen Vorbereitung.
 

Sonderausstellung:

 

Aufarbeitung oder Schlussstrich: NS-Verbrechen vor Gericht (Dauer: 120 Minuten)
Workshop zu den Nachkriegsprozessen gegen die Gestapo, dem gesellschaftlichen wie politischen Umgang mit den NS-Täter*innen und der NS-Vergangenheit und der Frage nach Schuld, Strafe und der sich aus den NS-Verbrechen ergebenden Verantwortung in der Gegenwart.

 

Handreichung für Lehrkräfte

Neben der Buchung von Vermittlungsformaten besteht die Möglichkeit zur Eigenerkundung. Hierfür wird niveaudifferenziertes didaktisches Material bereitgestellt.
Zu den Downloads

 

Fortbildungen

Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte und Multiplikator*innen können auf Anfrage organisiert werden. Auch schulartspezifische Lehrer*inneneinführungen sind möglich.

Raumvermietungen

Im „Hotel Silber“ können drei Räume angemietet werden: Zwei Seminarräume (Kapazität ca. 20 bzw. 30 Personen) und das Foyer (Kapazität bis zu 130 Personen). Alle Räume verfügen über eine Medienausstattung (Leinwand, Projektionsfläche oder Bildschirm, Beamer oder Zuspieler, Tonanlage). Im Foyer (Säulensaal) steht zudem ein Flügel, der für Veranstaltungen genutzt werden kann. Über Preise, Ausstattung und Mietbedingungen informieren wir gerne auch unter 0711 212 3950 oder vermietungen@hdgbw.de.

 

© Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg

Digitale Angebote

 

Die Aufzeichnung des Zeitzeugengesprächs mit Gerhard Wiese am Sonntag, 28. Januar im "Hotel Silber" wird in den kommenden Tagen an dieser Stelle hochgeladen.

15:14 - 15 ehemalige Verfolgte und 14 ehemalige Verfolger bei der Stuttgarter Kripo nach 1945

Zum Hörspiel

Sie trafen als verhaftete Widerstandskämpfer und Gestapo-Beamte im „Hotel Silber" aufeinander. Nach dem Ende der NS-Diktatur kehren Männer beider Seiten an diesen Ort zurück – und arbeiten nun als Kollegen Tür an Tür. Von diesen Männern, ihren unterschiedlichen Lebensläufen und Perspektiven, ihrem jeweiligen Selbstverständnis und den Konflikten handelt das interaktive Hörspiel „15:14".

Das Hörspiel war 2022 für den Grimme Online Award nominiert, mit dem jährlich qualitativ hochwertige Online-Angebote ausgezeichnet werden.

Das Hörspiel wurde gefördert durch die Wüstenrot-Stiftung, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und die Berthold Leibinger-Stiftung.

„15:14 Nachklänge" wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm „NEUSTART Kultur" im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes.

15:14 Nachklänge - das interaktive Radio zum Hörspiel

Zum interaktiven Radio

Für „15:14 Nachklänge“ haben 16 Künstler*innen und zwei Schulklassen die historischen Inhalte aus dem Hörspiel „15:14“ künstlerisch aufgearbeitet. Die Sprach- und Musikbeiträge können im interaktiven Radio nicht nur angehört, sondern auch miteinander und mit bestimmten Szenen aus dem Hörspiel kombiniert und geteilt werden. „Nachklänge“ lädt dazu ein, auszuprobieren, wie Sprache und Klänge zusammenwirken und wie Musik die eigenen Emotionen und die eigene Wahrnehmung beeinflussen kann.  

Logo von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes

Das „Hotel Silber“ virtuell erleben

Zum virtuellen Geschichtsort

Wer war wann in welchem Raum des „Hotel Silber“? Wie funktionierte das Netz der Geheimen Staatspolizei? Die Website „Hotel Silber. Ein virtueller Geschichtsort“ ging 2012, lange vor der Eröffnung des Erinnerungsorts, online. Damals war das Gebäude für die Öffentlichkeit nicht zu betreten. Die Website informiert über das „Hotel Silber“ und vor allem über seine Nutzung durch Polizei und Gestapo.

Der virtuelle Geschichtsort war 2013 für den Grimme Online Award nominiert, mit dem jährlich qualitativ hochwertige Online-Angebote ausgezeichnet werden.

Lesung „Vom gefürchteten Gestapo-Beamten zum geehrten Kulturmanager – Die Nachkriegskarriere des Alfred Hagenlocher“

12. Juli 2023
Alfred Hagenlocher (1914–1998) war als überzeugter Nationalsozialist Gestapo-Beamter im „Hotel Silber“. Während seiner Internierung von 1946 bis 1948 schrieb er hunderte Briefe. Sie geben einen tiefen Einblick in seine Persönlichkeit und sein Weltbild. Und sie geben auch Aufschluss über die Ursprünge seiner zweiten Karriere: Die des erfolgreichen und mit Auszeichnungen geehrten Kunstmanagers, Präsidenten der Hans Thoma-Gesellschaft in Reutlingen und Leiters der Städtischen Galerie Albstadt. Ingrid Hagenlocher-Riewe, die Tochter Alfred Hagenlochers, studierte die Briefe und traf für die Lesung eine Auswahl. Zusammen mit Friedemann Rincke, Kurator im Erinnerungsort Hotel Silber, führte sie in die Briefe ein, die von Schauspieler Walter Sittler gelesen wurden. Die Kooperationsveranstaltung vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. ist online abrufbar unter https://youtu.be/zlYKKLhF-sQ.

Hinweis zum Film „Sie kann ja nichts für ihren Vater“
2019 trafen sich Ingrid Hagenlocher-Riewe und Wilfriede Heß, Tochter der Widerstandskämpferin Gertrud Lutz, die von der Gestapo verhaftet und im KZ-Dachau ermordet wurde, in Stuttgart. Sie sprachen über die Spuren, die das „Hotel Silber“ und die Gestapo in ihrem Leben und ihren Familien hinterlassen haben. Der Stuttgarter Filmemacher Hermann G. Abmayr begleitete das Treffen mit der Kamera. Der daraus entstandene Film „Sie kann ja nichts für ihren Vater. Eine Begegnung zwischen Täter- und Opferkind“ (> Trailer) kann für 5 Euro im Erinnerungsort Hotel Silber oder im Online-Shop des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg erworben werden.

Vortrag und Gespräch „Opfer der NS-Militärjustiz – Hinrichtungen auf der Dornhalde“

14. Juni 2023
Wo heute der Dornhaldenfriedhof ist, war früher ein Schießplatz. Dort wurden während der NS-Zeit etwa 25 Soldaten nach militärgerichtlichen Todesurteilen erschossen, weitere fünf auf dem Burgholzhof. Über die Hinrichtungsopfer, die Gerichte, die Villen, in denen die Urteile gesprochen wurden, und die Gräber berichtete am 14. Juni 2023 im Erinnerungsort Hotel Silber Dr. Bertram Maurer. Anschließend sprach die Autorin und Stadträtin Dr. Christine Lehmann mit zwei Enkeltöchtern von Ewald Huth, Ulrike Kroneisen und Gabriele Becker. Ewald Huth war Chordirektor in Villingen und wurde 1944 wegen kritischer Äußerungen über das NS-Regime zum Tode verurteil und am 1. November 1944 auf der Dornhalde erschossen. Die Kooperationsveranstaltung vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg, der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. und der Geschichtswerkstatt Degerloch ist online abrufbar unter https://youtu.be/7yMOHBXpe_w.

Online-Podiumsgespräch „1941. Die Deportation der Jüdinnen*Juden aus Württemberg und Hohenzollern nach Riga

24. November 2021
Am 1. Dezember 1941 verließ der erste Deportationszug mit etwa 1.000 Jüdinnen*Juden aus Württemberg und Hohenzollern den Stuttgarter Nordbahnhof nach Riga in Lettland. Die Gestapo im „Hotel Silber“ organisierte die Deportation; bis 1945 folgten elf weitere. Nur wenige der Deportierten überlebten den Holocaust. Anlässlich des 80. Jahrestags der ersten Deportation sprachen Dr. Martin Ulmer (Geschäftsführer des Gedenkstättenverbunds Gäu-Neckar-Alb und Mitglied des Sprecherrats der LAGG), Friedemann Rincke (Kurator im „Hotel Silber“) und Elke Banabak (Geschäftsführerin der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V.) über die Täter*innen, Akteur*innen und Abläufe der Deportation, über die deportierten Jüdinnen*Juden und die Erinnerung an das Ereignis und die Betroffenen. Prof. Dr. Roland Müller (ehemaliger Leiter des Stuttgarter Stadtarchivs) warf einen Blick auf Riga und berichtete, wie dort an die deportierten und ermordeten Jüdinnen*Juden erinnert wird. Andreas Schulz und Dr. Katrin Hammerstein von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg moderierten das Gespräch. Die Kooperationsveranstaltung vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg, der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg und dem Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e. V.ist online abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=5dAWR3sBENk.

Vortrag „Der Grafeneck-Prozess 1949 in Tübingen und seine Angeklagten“

22. September 2021
Prof. Dr. Jörg Kinzig beleuchtete in seinem Vortrag die Angeklagten des Grafeneck-Prozesses 1949 und die ihnen vorgeworfenen Straftaten: die Vernichtung von 10.654 Menschen in der zur Tötungsmaschinerie umfunktionierten Heilanstalt Grafeneck. Mit welchen Argumenten verteidigten sich die Angeklagten? Wie begründete das Gericht sein Urteil? Prof. Dr. Jörg Kinzig ist Direktor des Instituts für Kriminologie und Lehrstuhlinhaber für Kriminologie, Straf- und Sanktionenrecht an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Die Kooperationsveranstaltung vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg, der Gedenkstätte Grafeneck, der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg ist online abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=0ZA0QtN6NUg.

Web-Talk „Warum Täterforschung?“

14. Juli 2021
Das Thema „Täterschaft“ in Bezug auf den Nationalsozialismus gewinnt seit den 1990er Jahren sowohl in der Geschichtswissenschaft als auch an NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorten an Bedeutung. Mit Täterorten wie etwa dem „Hotel Silber“ besteht sogar ein eigener Typ von NS-Erinnerungs- und -Aufarbeitungsstätten. Warum aber ist es überhaupt wichtig, sich kritisch mit den Biografien von NS-Täter*innen und ihren persönlichen Motiven auseinanderzusetzen? Welche Herausforderungen sind damit verbunden? Über diese und weitere Fragen diskutierten Prof. Dr. Cornelia Rauh (Professorin für deutsche und europäische Zeitgeschichte an der Universität Hannover), Dr. Wolfgang Proske (Herausgeber und Mitautor der Buchreihe „Täter – Helfer – Trittbrettfahrer“) und Thomas Stöckle (Leiter der Gedenkstätte Grafeneck) in einem Web-Talk am 14. Juli 2021. Moderiert wurde die Veranstaltung vom SWR-Redakteur Mark Kleber. Die Kooperationsveranstaltung vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg, der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. ist online abrufbar unter https://youtu.be/u8vvyE9audk.

Online-Podiumsgespräch „Verfolgung und Erinnerung in Ummenwinkel – Sinti und Roma in Ravensburg“

20. Juni 2021
Über die Erinnerung an die Ausgrenzung und Verfolgung der Sinti und Roma in Baden-Württemberg und insbesondere in Ravensburg in der Vergangenheit sowie die Möglichkeiten einer gemeinsamen und gleichberechtigten Weiterentwicklung der Erinnerungskultur in der Zukunft diskutierten Sabine Mücke (Leiterin des Museums Humpis-Quartier, Ravensburg), Daniel Strauß (Vorstandsvorsitzender, Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg), Simon Blümcke (Erster Bürgermeister der Stadt Ravensburg), Heike Engelhardt (Preisträgerin des Rahel-Straus-Preises 2019, SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Ravensburg), Maria Weithmann (GRÜNE-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Ravensburg), Magdalena Guttenberger (Gedenkinitiative Mahnmal Ravensburg e.V. und Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg) und Christine Stuhler-Seitel (Gedenkinitiative Mahnmal Ravensburg e. V.). Das Gespräch und anschließende Publikumsfragen wurden von Dr. Tim Müller (Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg) moderiert. Die gemeinsame Veranstaltung vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg, der Gedenkinitiative Mahnmal Ravensburg, dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. ist online abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=yxdvLbUdJ9E.

Online-Vortrag „Ein Hassverbrechen gegen die Demokratie – Erzberger-Mord, Rechtsterrorismus und Polizei“

9. Juni 2021
Vor hundert Jahren erschütterte ein Attentat die junge Weimarer Republik. Die Organisation Consul, eine rechte antirepublikanische Geheimorganisation, hatte am 26. August 1921 mit Matthias Erzberger einen Wegbereiter deutscher Demokratie im Schwarzwald brutal ermordet. Der Terroranschlag zeigte die tiefe Spaltung der deutschen Gesellschaft. Republikaner waren entsetzt und protestierten gegen die politische Gewalt, während die Rechte jubelte und den Mördern die Flucht ins Ausland ermöglichte. Wie kam es zu dieser Tat? Wie ermittelte die Polizei in Württemberg und Baden? Welche Netzwerke der Mörder konnten die Fahnder aufdecken? An welche Grenzen stießen sie und warum konnten sie nicht verhindern, dass der Terror der Organisation Consul mit Attentaten auf Politiker wie Walther Rathenau weiterging?

Auf diese Fragen antwortete der Erzberger-Biograf Dr. Christopher Dowe im Online-Vortrag am 9. Juni 2021. Der Historiker hat die Ausstellung in der Erinnerungsstätte Matthias Erzberger kuratiert und arbeitet seit 2003 im Haus der Geschichte Baden-Württemberg.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Erzberger-Jahres 2021* und des Projekts „100 Köpfe der Demokratiegeschichte“ als Kooperation vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Bibliothek für Zeitgeschichte statt. Sie ist online abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=stQjWKpQQa4.

* Das Erzberger-Jahr 2021 wurde finanziell unterstützt durch das Bundesjustizministerium und den Verein Weimarer Republik.

Digitale Führung „Die Verfolgung jüdischer/nicht-jüdischer Familien im Nationalsozialismus“

12. März 2021
Nach dem Novemberpogrom von 1938 definierten die Nationalsozialisten solche Verbindungen als „privilegierte Mischehen“, in denen ein nicht-jüdischer Mann mit einer jüdischen Frau verheiratet war. Nach den „Nürnberger Gesetzen“ war für die Definition „jüdisch“ dabei die Religionszugehörigkeit der Großeltern ausschlaggebend. Für jüdische Frauen aus „privilegierten Mischehen“ galten manche Verfolgungsmaßnamen nicht, sie wurden zunächst von der Deportation ausgenommen. Doch dieser „Schutz“ war prekär und konnte jederzeit zerbrechen. In einer Kurzführung durch die Dauerausstellung im „Hotel Silber“ beleuchtete Eva Schürg, Geschichtsvermittlerin für das Haus der Geschichte Baden-Württemberg, die Geschichte dreier Familien. Sie zeigt, wie sie Opfer von nationalsozialistischer Verfolgung und Deportation geworden sind. Die Führung fand im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“ statt. Das Video ist online abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=XirZiw54014.

Videoclips: Frauen und die Gestapo

8. März 2021 – Internationaler Frauentag
Viele Geschichten von Frauen sind mit dem „Hotel Silber“ eng verbunden. Am Internationalen Frauentag erzählt Lea Berg, Volontärin im Haus der Geschichte Baden-Württemberg für die Außenstelle „Hotel Silber“, in kurzen Videoclips einige dieser Geschichten – von Frauen, die im „Hotel Silber“ für die Gestapo arbeiteten, von jenen, die vom „Hotel Silber“ aus verfolgt wurden und von solchen, die sich für Verfolgte einsetzten. Das Video ist online abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=4vheXIB4fX8.

Podcast: Die Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus

27. Januar 2021 – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Am 27. Januar 2021 erinnerte der Landtag von Baden-Württemberg in seiner Gedenkstunde an die Verfolgung der Zeugen Jehovas in der nationalsozialistischen Diktatur. Die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas gehört zu den am härtesten verfolgten Gruppen weltanschaulicher und religiöser Gemeinschaften in der NS-Diktatur mit proportional besonders hohen Opferzahlen. Nach 1945 wurden die Zeugen Jehovas aber lange nicht als Opfer des NS-Terrors gewürdigt.
Dr. Hubert Roser hat als Zeithistoriker intensiv zur Geschichte der NS-Diktatur geforscht und ist ein ausgewiesener Experte zur nationalsozialistischen Verfolgung der Zeugen Jehovas im Südwesten. Im Gespräch mit Friedemann Rincke und Dr. Imanuel Baumann geht es um Ursachen, Ausmaß und Stationen der Verfolgung dieser Religionsgemeinschaft.
Der Podcast wurde im Dezember 2020 aufgezeichnet und ist online abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=yVeqGwOhOT0&list=PLTxxtvC16A6U24aVoJbyY2CP2yPinY4fA&index=5.

Digitale Führung durch das „Hotel Silber“: Die Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus

27. Januar 2021 – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Die Zeugen Jehovas zählen zu den am härtesten verfolgten Gruppen weltanschaulicher und religiöser Gemeinschaften in der NS-Diktatur. Am Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus 2021 erinnerte der Landtag von Baden-Württemberg in seiner Gedenkstunde besonders an die Verfolgung dieser Glaubensgemeinschaft. Aus diesem Anlass geht Kurator Friedemann Rincke bei seiner ca. 30-minütigen digitalen Führung durch die Dauerausstellung des "Hotel Silber" besonders auf die Verfolgung der Zeugen Jehovas durch die Stuttgarter Gestapo ein. Die Führung ist online abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=tZRwSco0xf0&list=PLTxxtvC16A6U24aVoJbyY2CP2yPinY4fA&index=2.

„I´ll see you in my dreams” – Swing im „Hotel Silber”

17. Dezember 2020
Mit einem Swing-Fest im „Hotel Silber“ erinnern wir jedes Jahr an Helmut Baumann und all die Jugendlichen, die in der NS-Zeit wegen ihrer Liebe zur Swing-Musik von der Gestapo-Zentrale aus verfolgt wurden. Aufgrund der Corona-Pandemie kann das Fest 2020 nicht stattfinden. Deshalb kommen die Akteur*innen des Swing-Fests per Video zu Wort und berichten davon, was Swing mit dem „Hotel Silber“ zu tun hat und was es für sie bedeutet, an einem Ort wie dem „Hotel Silber“ Musik zu machen, zu tanzen und zu feiern.
Der ca. 8-minütige Film vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. ist online abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=FITu7MCeNFA&list=PLTxxtvC16A6U24aVoJbyY2CP2yPinY4fA&index=4

Hörstück: „VÖLKER DER ERDE" – Literarische Entgegnungen zur Sprache der NS-Justiz

10. Dezember 2020 – Tag der Menschenrechte
Die Sprache: rau, roh, verfälschend, verletzend. Lieder verführend, manipulierend. Kein neues Phänomen. Der Buchbinder Adolf Gerst hatte sich kritisch gegenüber der nationalsozialistischen Politik geäußert, wurde von Kollegen denunziert und in Stuttgart wegen "Wehrkraftzersetzung" zum Tode verurteilt. Im Lichthof des Justizgebäudes wurde er hingerichtet. Die Anzeige gegen ihn und das Protokoll seiner Hinrichtung werden im ca. 50-minütigen Hörstück von Boris Burgstaller, Gabriele Hintermaier und Wilma Heuken (Regie: Christian Werner) Gedichten und Texten von Nelly Sachs, Paul Celan und Bertolt Brecht gegenübergestellt – deren Sprache ist anders: differenziert, analytisch, auf der Suche nach Wahrheit und mitfühlend.
Die StolperKunst-Produktion in Kooperation mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. ist online abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=6QLOY1-pDbw&list=PLTxxtvC16A6U24aVoJbyY2CP2yPinY4fA&index=7

Podcast: „Hotel Silber“ – Kontinuitäten und Neuanfänge nach 1945

30. Juli 2020
Im April 1945 flohen die letzten Gestapo-Beamten aus dem „Hotel Silber“ in Stuttgart vor den Alliierten. Für einige Tage stand die einstige Gestapo-Zentrale für Württemberg und Hohenzollern leer. Dann zogen Kriminalpolizei und der neu eingesetzte Chef der kommunalen Polizei in das Gebäude. Im ca. 30-minütigen Gespräch mit Dr. Imanuel Baumann erläutert Ausstellungskurator Friedemann Rincke den Wiederaufbau der Polizei nach 1945: In welchem baulichen Zustand befand sich das „Hotel Silber“ im Frühjahr 1945? Mit welchem Personal wurde die Kriminalpolizei aufgebaut? Welche Rolle spielten dabei ehemalige Verfolger und ehemals politisch Verfolgte?
Online unter https://www.youtube.com/watch?v=fgi4b0tyvSM&list=PLTxxtvC16A6U24aVoJbyY2CP2yPinY4fA&index=8

Web-Talk: Fake-News und Verschwörungstheorien in Geschichte und Gegenwart

14. Juli 2020
Fake News und Verschwörungstheorien sind kein neues Phänomen. Vielmehr haben sie eine lange und folgenschwere Geschichte. Prof. Dr. Michael Butter (Universität Tübingen), Prof. Dr. Markus Appel (Universität Würzburg) und Sibylle Thelen (Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg) diskutieren mit dem SWR-Moderator Mark Kleber u. a. über die Frage, wie Fake News und Verschwörungstheorien in der Vergangenheit entstanden und heute noch entstehen.
Die Kooperationsveranstaltung vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg ist online abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=nyknr3OSIeY&list=PLTxxtvC16A6U24aVoJbyY2CP2yPinY4fA&index=9

Digitale Führung durch das „Hotel Silber“: Vielfalt in der Erinnerung

12. Juli 2020 anlässlich der CSD-Kulturtage
Viele Jahrzehnte fehlte es in Baden-Württemberg an einer „Vielfalt in der Erinnerung“, bei der auch das begangene Unrecht an sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten dargestellt wird. Entsprechend dem CSD-Motto 2020 „Vielfalt braucht Verstärkung“ gehen Kurator Friedemann Rincke (HdG BW) und Ralf Bogen (AG Dauerausstellung für die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V.) in der ca. 30-minütigen digitalen Führung auf die verschiedenen Verfolgungsbereiche der Polizei ein und zeigen schwerpunktmäßig die „Bekämpfung der Homosexualität“ auf.
Online zu sehen unter https://www.youtube.com/watch?v=ESVXXM3QKrw&list=PLTxxtvC16A6U24aVoJbyY2CP2yPinY4fA&index=6

Trailer zum Film: „Sie kann ja nichts für ihren Vater - Eine Begegnung zwischen Täter- und Opferkind“

2. Juni 2020
Zwei Frauen treffen sich in Stuttgart und sprechen über die Spuren, die das „Hotel Silber“ und die Gestapo in ihrem Leben und ihren Familien hinterlassen haben: Ingrid Hagenlocher-Riewe, Tochter eines Gestapo-Beamten aus dem „Hotel Silber“ und Wilfriede Heß, Tochter der Widerstandskämpferin Gertrud Lutz, die von der Gestapo verhaftet und im KZ Dachau ermordet wurde. Der Filmemacher Hermann Abmayr begleitete das Treffen mit der Kamera.
Die DVD kann zu Öffnungszeiten im "Hotel Silber" und im Online-Shop des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg für 5 Euro erworben werden. Der Trailer ist hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=yyv3aUG3-6o&list=PLTxxtvC16A6U24aVoJbyY2CP2yPinY4fA&index=10.

Digitale Führung durch das „Hotel Silber“: Auf den Spuren von des Gestapo-Chefs Friedrich Mußgay

24. Mai 2020
Dr. Imanuel Baumann, zuständig für die Geschichtsvermittlung im „Hotel Silber“, gibt in der ca. 25-minütigen digitalen Führung einen ersten Einblick in die Dauerausstellung zu Polizei und Verfolgung im „Hotel Silber“ und geht besonders auf den Gestapo-Chef Friedrich Mußgay ein.
Online zu sehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=XIrlEibD2dI&list=PLTxxtvC16A6U24aVoJbyY2CP2yPinY4fA&index=5

Ausstellung

Gestapo vor Gericht
Die Verfolgung von NS-Verbreche(r)n

Sonderausstellung im „Hotel Silber“

Die Gestapo war an nahezu allen nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt: Misshandlungen, Deportationen, Verfolgung, Ermordung zahlreicher Menschen. Nur wenige Mitarbeiter*innen mussten sich vor Gericht verantworten. Die erste Sonderausstellung im „Hotel Silber“ beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter*innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll?

Die Ausstellung ist vom 7. Dezember 2023 bis zum 2. Februar 2025 im zweiten Obergeschoss zu sehen. Unter Downloads finden Sie den Ausstellungsflyer.

Eintritt: 2 €, ermäßigt 1 €

Führungen und Workshops für Schulen und Gruppen finden Sie unter Angebote. In regelmäßigen Abständen werden Begleitveranstaltungen zur Sonderausstellung angeboten. Diese finden Sie unter Veranstaltungen.

Blick in die Sonderausstellung 'Gestapo vor Gericht'
© Blick in die Sonderausstellung "Gestapo vor Gericht". Foto: Haus der Geschichte/Daniel Stauch

Downloads

Informationsbroschüren, Unterlagen zu Vermittlungsangeboten und Pressematerialien zum „Hotel Silber“ können über die entsprechenden Downloadbereiche des Hauses der Geschichte kostenlos heruntergeladen werden. Die folgenden Links führen Sie weiter ...