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Konzentrationslager Oberer Kuhberg in Ulm

Im November 1933 richtete die Politische Polizei im leer stehenden Fort Oberer Kuhberg ein Konzentrationslager ein. Dorthin wurden zunächst die letzten Häftlinge des aufgelösten Lagers Heuberg gebracht und bis Juli 1935 bis zu 800 weitere Männer inhaftiert. Im Juli 1935 wurden die letzten Häftlinge in das KZ Dachau transportiert und das Lager aufgelöst.

In der auch „Schutzhaftlager" genannten Haftstätte Oberer Kuhberg wurden mit Kommunisten und Sozialdemokraten vorwiegend politische Gegner eingesperrt. Bei ständiger Feuchtigkeit waren die Häftlinge in teils unterirdischen Kasematten untergebracht. Als Häftlingskleidung dienten alte Uniformen der Berliner Straßenbahner.

Wie schon im Lager Heuberg wurden die Häftlinge auch im Lager Oberer Kuhberg von SS-Männern der Politischen Bereitschaft bewacht.

1985 wurde im Fort Oberer Kuhberg ein Dokumentationszentrum eingerichtet.



Karl Buck, Leiter des Konzentrationslagers Oberer Kuhberg, 1939

Weitere Infos

Homepage des Dokumentations- zentrums Oberer Kuhberg:
http://dzokulm.telebus.de

Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Hrsg.): „Doch die Freiheit, die kommt wieder“. NS-Gegner im Württembergischen Schutzhaftlager Ulm 1933-1935. Stuttgart 1994. [Katalog zur Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg, Ulm vom 30. Juni bis 13. November 1994]


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