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Konzentrationslager Heuberg

Karl Buck, Leiter des Konzentrationslagers Heuberg, 1939

Im März 1933 richtete das württembergische Innenministerium das Konzentrationslager Heuberg bei Stetten am kalten Markt (Baden) ein. Noch im April wurde die auch „Schutzhaftlager“ genannte Haftstätte der Politischen Polizei unterstellt.

In dem Lager wurden politische Gegner nicht nur aus Württemberg, sondern auch aus Hohenzollern und Hessen inhaftiert. Bis Ende August waren fast 3.400 Männer, vorwiegend Kommunisten und Sozialdemokraten, in dem Lager eingesperrt. Frauen verbüßten „Schutzhaft“ unterdessen in der Landesstrafanstalt Gotteszell bzw. nach deren Überfüllung in den jeweiligen Amtsgerichtsgefängnissen.

Anders als die Lager des späteren Konzentrationslager-Systems war das Lager Heuberg nicht als permanente Haftstätte geplant. Es sollte zunächst für die frühe Phase der Etablierung und Festigung der Diktatur als temporäres Mittel zur Bekämpfung der politischen Gegner dienen. Das Lager wurde zum Jahresende 1933 aufgelöst und durch ein neues Konzentrationslager in Ulm ersetzt.

Die Wachmannschaften der Lager Heuberg und Oberer Kuhberg (Ulm) stellte die so genannte Politische Bereitschaft Württemberg. Die Politische Bereitschaft bestand aus kasernierten SS-Männern, die dem Leiter der Politischen Polizei unterstanden.

1983 wurde eine Gedenkstätte für die Opfer des Lagers Heuberg eingeweiht.


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