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Arbeitserziehungslager Oberndorf-Aistaig

Die einzige bekannte Aufnahme des Arbeitserziehungslagers, undatiert

Otto Rappold, Leiter des Arbeitserziehungslagers Oberndorf-Aistaig, undatiert

Im Herbst 1941 errichtete die Staatspolizeileitstelle Stuttgart das Arbeitserziehungslager in Aistaig. Es sollte das bestehende Lager in Kniebis ersetzen.

Wenige Monate zuvor hatte Heinrich Himmler die regionalen Gestapo-Dienststellen angewiesen, in ihrem Zuständigkeitsbereich solche Lager zu errichten. Sie sollten als Disziplinierungs- und Terrorinstrument vor allem gegenüber den Millionen in das Deutsche Reich verschleppten Zwangsarbeitern dienen. Für das Verlassen des Arbeitsplatzes, Sabotage oder sonstige Verstöße gegen das rigide Regelwerk für die Zwangsarbeiter verhängte die Gestapo mehrwöchige Haftstrafen. Aber auch Deutsche wurden in die Arbeitserziehungslager eingewiesen.

Die Stuttgarter Gestapo inhaftierte insgesamt weit über 4.000 Männer in Aistaig (Frauen kamen in das Arbeitserziehungslager Rudersberg). Die Häftlinge wurden überwiegend zur Arbeit in den umliegenden Rüstungsbetrieben eingesetzt. An schlechter Ernährung, mangelnder Hygiene und Misshandlungen starben nach bisherigem Forschungsstand mindestens 79 Menschen.


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