Direkt zur Hauptnavigation dem Inhalt oder zum Seitenfuß.

Die Dienststellen der Geheimen Staatspolizei in Württemberg-Hohenzollern und Baden

Die Staatspolizeileitstellen unterhielten in ihren Zuständigkeitsgebieten Außendienststellen und Grenzpolizeikommissariate. So sollte die Präsenz der Gestapo in kleineren Städten und auf dem Land gewährleistet sein. Hinzu kamen Schutzhaftlager.

Ab 1941 richtete die Gestapo in Baden und Württemberg-Hohenzollern so genannte Arbeitserziehungslager ein. In ihnen wurden vorwiegend ausländische Zwangsarbeiter, aber auch deutsche Männer und Frauen inhaftiert.

Die Topografie der Gestapo-Dienststellen in Württemberg-Hohenzollern unterschied sich von der in Baden. In Baden gab es doppelt so viele Außendienststellen, bei denen zwei Drittel der Beschäftigten arbeiteten.

Der gesamte Gestapo-Apparat in Baden und Württemberg-Hohenzollern verfügte 1937 über 416 Beamte und Angestellte, die für über 5,18 Millionen Einwohner zuständig waren. Auf jeden Gestapo-Mitarbeiter kamen also über 12.000 Einwohner. Bis 1941 stieg die Zahl der Mitarbeiter auf ca. 650 an.

In Württemberg-Hohenzollern konzentrierte sich die Gestapo auf den Großraum Stuttgart und setzte dort vier Fünftel ihrer Mitarbeiter ein. Ein Grund für die in dieser Hinsicht dezentralere Struktur in Baden war die über 500 Kilometer lange Grenze zu Frankreich und der Schweiz. Die Grenze zwischen Württemberg-Hohenzollern und der Schweiz, der Bodensee, war dagegen nur 22 Kilometer lang.

Im März 1937 gab es in Baden 15 Außendienststellen und Grenzpolizeikommissariate. In Württemberg-Hohenzollern waren es sieben.

nach oben

Diesen Artikel teilen: